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Grafik Amonit Archäologische Bedeutung der Schwäbischen Alb

Als höhlenreichste Landschaft bot die Alb beispielsweise bereits den Tieren der Eiszeit besondere Lebensräume, die auch die steinzeitlichen Menschen für sich nutzten und dazu beigetragen haben, dass die Schwäbische Alb zurecht als eine der Wiegen menschlicher Kultur betrachtet werden kann. Als einzigartige Archive der Kulturgeschichte sind die Höhlen auch von besonderem archäologischem Interesse. Manche Albhöhlen dienten bereits den Neandertalern als Zufluchtsstätten und Behausungen. In ihnen wurden auch die bislang ältesten (30 - 40 000 Jahre) Kunstwerke (z.B. Elfenbeinfiguren aus der Vogelherdhöhle) sowie die ältesten Musikinstrumente der Menschheit (Flöten aus Schwanenknochen aus dem Geißenklösterle) gefunden.

Weitere Gründe für die frühe Besiedelung der recht unwirtlichen Schwäbischen Alb sind geologische Rohstoffvorkommen. Hornsteinknollen dienten der eiszeitlichen Geräte- und Klingenproduktion; der bislang älteste Nachweis keltischer Eisenerzverhüttung gelang in der Nähe von St. Johann. Weitere bedeutsame keltische Siedlungs- und Festungsplätze sind der Heidegraben auf der Mittleren Schwäbischen Alb, der Ipf bei Bopfingen sowie die Heuneburg an der Donau. Auch nachfolgende Epochen haben ihre Spuren hinterlassen, so zum Beispiel die Römer mit dem Bau des Limeswalls bei Aalen oder mittelalterliche Geschlechter, von deren Anwesenheit noch heute eine Vielzahl an Burgen und Ruinen berichtet.

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